Warum ist Jemgum prädestiniert für die Errichtung eines Untertage-Erdgasspeichers?

Jemgum bietet perfekte Bedingungen für die Errichtung eines leistungsfähigen Untertage-Erdgasspeichers. Die unterirdischen Salzstöcke der Region machen dank ihrer geologischen Eigenschaften die Erdgasspeicherung überaus sicher und einfach. EWE betreibt im gleichen Salzstock bereits seit über 30 Jahren einen großen Kavernenspeicher – und zwar im nur wenige Kilometer entfernten Nüttermoor. Kaum ein anderer Salzstock in Nord-West-Europa bietet einen derart hohen Erkundungsgrad und die bereits sicher nachgewiesene Eignung als Kavernenspeicherstandort.

Darüber hinaus liegt Jemgum strategisch günstig im Erdgasnetz. Die unmittelbare Nähe zu den Verbindungsleitungen zu den großen Erdgasvorkommen in der Nordsee und in Russland bildet einen erheblichen Standortvorteil. So wird unter anderem eine Anschlussleitung an die Ostsee-Pipeline „Nord Stream“ künftig russisches Erdgas über Norddeutschland zu den Märkten in Westeuropa transportieren.

Zudem lässt sich die Einrichtung der Speicherkavernen am Standort Jemgum dank eines individuell angepassten Solprozesses besonders umweltverträglich gestalten. So soll beispielsweise die entstehende Salzlösung künftig über eine mehrere Kilometer lange Pipeline direkt in die Nordsee geleitet werden.


Die Region profitiert

Die Gegend um Jemgum eignet sich nicht nur bestens als Speicherstandort – sie wird auch davon profitieren. So werden volkswirtschaftliche Impulse gegeben und bestehende Arbeitsplätze gesichert, beispielsweise durch die Ansiedlung von Bau- und Rohrleitungsunternehmen. Außerdem wird die Gemeinde zusätzliche Einnahmen durch den Verkauf von Grundstücken und Salzrechten erzielen. Zudem werden EWE und astora versuchen, bei der Ausschreibung der Bauaufträge einen großen Teil der Wertschöpfung in der Region zu lassen.

So entsteht der Kavernenspeicher
Ist ein geeigneter Standort wie die unterirdischen Salzstöcke von Jemgum für eine Kaverne gefunden, wird eine Tiefenbohrung bis zu 1.600 Meter vorgenommen. Darauf folgt der so genannte Solprozess: Dafür werden in das Bohrloch lange Rohre eingelassen, durch die Wasser in den Salzstock gepumpt wird. Damit wird das Salz gelöst und ein Hohlraum erzeugt. Die entstehende Salzlösung (Sole) wird umweltverträglich durch Pipelines abgeleitet.

Hat die Kaverne ihr vorgesehenes Volumen erreicht, wird Erdgas in die Kaverne gedrückt. Vor der Einlagerung wird das Erdgas gereinigt. Ferner wird die genaue Menge gemessen und die Gasbeschaffenheit ermittelt. Danach steht der Speicher für den Gasbetrieb zur Verfügung.

So funktioniert ein Kavernenspeicher
Das Erdgas, das in der Kaverne gespeichert werden soll, wird über das Transportleitungsnetz zur Speicheranlage geleitet. Bei der Einlagerung des Erdgases ist Professionalität gefragt: Mit Verdichtern wird das Gas komprimiert, auf einen Druck von maximal bis zu 220 bar gebracht und in die Kavernen gedrückt. Zum Vergleich: Der Druck in einem Tank eines Erdgasfahrzeuges beträgt rund 200 bar.

Druckvolle Technik
Vom Druck angetrieben passiert das Erdgas den Kavernenkopf, das Herzstück eines jeden Erdgasspeichers. Durch den Kavernenkopf wird das Erdgas in der Kaverne eingespeichert und bei Bedarf auch wieder ausgespeichert.

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