24. April 2014

Erdgasspeicher Jemgum: Soletransportleitung Jemgum-Rysum ab August wieder voll einsatzfähig

Jemgum. Die Untersuchung der Leckage an der Soletransportleitung vom Erdgasspeicher Jemgum bis zur Einleitstelle bei Rysum ist abgeschlossen. Die Inspektion hat ergeben, dass es nur die eine gemeldete schadhafte Stelle an der 43,5 Kilometer langen Leitung gegeben hat. Vorsorglich werden jedoch auf einem 4,5 Kilometer langen Teilstück Korrosionsstellen saniert, bei denen weitere Schadstellen hätten auftreten können. Die Sanierungsarbeiten im Leitungsabschnitt zwischen Riepster Hammrich und dem Jade-Ems-Kanal sowie an zwei weiteren Stellen zwischen Pewsum und Twixlum sollen – nach Absprache mit den jeweiligen Anliegern – Ende April beginnen und bis Juli 2014 abgeschlossen sein. Es ist vorgesehen, die Leitung nach erfolgter Reparatur sowie Abnahme durch den Sachverständigen und der Genehmigung durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bereits ab August 2014 wieder in Betrieb zu nehmen.

Um die Ursache der Leckage zu ermitteln, wurde die Leitung zunächst entlang der gesamten Strecke gereinigt und von unabhängigen Experten mittels der sogenannten „intelligenten Molchung“ überprüft. Bei diesem Verfahren untersuchen Inspektionsgeräte mittels Ultraschall die Leitung von innen auf Korrosionsabtrag und Materialschäden. „Bei der Analyse der Leckage galt für uns wie bei allen Sicherheitsfragen: Genauigkeit und Sicherheit gehen vor Schnelligkeit“, erläutert astora-Projektleiter Arkadius J. Binia. „Darum war es uns wichtig, während der gesamten Untersuchung eng mit den Vertretern der zuständigen Behörden, den Sachverständigen des TÜV-Nord sowie externen Experten zusammenzuarbeiten und damit eine Basis für einen weiterhin sicheren Leitungsbetrieb zu schaffen. Zusätzlich zu den regelmäßigen Kontrollen soll darum künftig auch ein erweitertes Monitoring die volle Funktionsfähigkeit und Sicherheit der Soletransportleitung gewährleisten“, so Binia.


Soletransport vorübergehend per Schiff

Die Leckage an der Soletransportleitung Jemgum-Rysumer Nacken wurde am 3. September 2013 festgestellt. Die Projektpartner astora und EWE Gasspeicher haben daraufhin den Soletransport sofort eingestellt und die zuständigen Behörden informiert. Die schadhafte Stelle – ein Riss von etwa 13 Millimetern Länge – konnte innerhalb von 24 Stunden abgedichtet werden. Der mit Salzwasser verunreinigte Boden wurde anschließend fachgerecht entsorgt. Die Ursache des Risses war eine außerordentliche und in dieser Form nicht vorhersehbare Korrosion. Seit der Stilllegung der Pipeline transportiert astora die aus dem Kavernenspeicher Jemgum ausgeförderte Sole mit zwei Tankschiffen der höchsten Sicherheitsklasse vom Speichergelände zur Landemole nach Rysum. Dort wird die Sole über die genehmigte Einleitstelle an der Außenems in die Nordsee abgeleitet.

Die astora GmbH & Co. KG mit Sitz in Kassel zählt zu den größten Erdgasspeicherbetreibern in Europa. Im norddeutschen Rehden betreibt das Unternehmen den größten Erdgasspeicher Westeuropas – mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas. Zudem hält die Speichergesellschaft Kapazitäten am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas wird derzeit zudem der Erdgasspeicher Jemgum an der deutsch-niederländischen Grenze errichtet.


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